Obervogau - Ein Teil des neuen Ortes Straß-Spielfeld

Vor der Zusammenlegung der vier Ortschaften am 1. Jänner 2015 handelte es sich bei Obervogau um eine unabhängige Gemeinde mit 862 Einwohnern auf einer Fläche von 3,96 Quadratkilometer. Das ehemalige Dorf lag, wie der neue Zusammenschluss es heute noch tut, im Bezirk Leibnitz in der Südsteiermark. Die Gemeinden dieser Region gehören zum Naturpark des Südsteirischen Weinlandes und in weitere Folge zur Südsteirischen Weinstraße. Gemäß der Gemeindestrukturreform besteht Straß-Spielfeld nun aus den folgenden Katastralgemeinden:

Die geschichtliche Entwicklung von Obervogau

Im Vergleich zum Ort Vogau bzw. dem Gebiet Untervogau hat die Gemeinde nach aktuellem Wissensstand nicht zur Römerzeit Erwähnung gefunden. Aus dem Jahr 1271 n. Chr. ist jedoch eine Urkunde mit der Bezeichnung „Superis Vogan“ erhalten. Damit lässt sich die Besiedlung und Bedeutung bis zu diesem Zeitpunkt zweifelsfrei nachweisen. Durch die geographische Nähe zu Vogau kann jedoch von menschlichen Aktivitäten schon vor dieser Zeit ausgegangen werden.

Nach vielen Jahrhunderten der Verwaltung durch den Klerus und durch eingesetzte Landesherren erlangte die Gemeinde Obervogau im Jahre 1850 ihre Autonomie. Während der Zeit des zweiten Weltkrieges zählte der Ort zum Reichsgau Steiermark und im Anschluss an die Kriegsjahre zur Besatzungszone der Briten.

Politik, Wirtschaft und Sonstiges in Obervogau

Der Gemeinderat des ehemaligen Dorfes wurde von der ÖVP und SPÖ mit einer schwarzen Mehrheit gebildet. Der letzte Bürgermeister trug den Namen Johann Rauscher. Besondere wirtschaftliche Bedeutung hat das ansässige Kraftwerk mit dem dazugehörigen Stausee.

In der Katastralgemeinde Obervogau befindet sich zudem eine Erinnerung an die schwarzen Jahre der Pest (Bildstock Pestkreuz) und eine Ortskapelle. Das Wappen ziert ein goldenes Posthorn vor einer silbernen Brücke.

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